Kein anderer Maler hat die Lebenswelt Föhrs so eindrucksvoll und unmittelbar porträtiert wie Otto H. Engel. Seit 1901 verbrachte der Mitbegründer der Berliner Secession fast jeden Sommer auf der Insel. Hier fand er eine Motivwelt, die ihn über Jahrzehnte faszinierte: die Bewohner*innen Föhrs, friesische Traditionen und Häuser ebenso wie die besondere Landschaft der Insel.
In den vergangenen 20 Jahren hat das Museum Kunst der Westküste den heute größten musealen Bestand an Werken Otto H. Engels aufgebaut. Der nun erschienene erste wissenschaftliche Bestandskatalog versammelt seine auf Föhr, Amrum sowie den Halligen Gröde und Oland entstandenen Arbeiten. Eine Besonderheit: Fast alle auf Föhr entstandenen Bildmotive konnten verortet und zahlreiche der dargestellten Personen namentlich identifiziert werden. Viele ihrer Nachfahren leben bis heute auf der Insel.
Die Autorin, Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, stellt die Neuerscheinung vor und führt im Anschluss ein Gespräch mit Prof. Dr. Volkert Faltings und Kristin Ketels über Otto H. Engel und die Bedeutung seiner Werke für Föhr.
Der Katalog ist im Museumsshop erhältlich (35 €).
Ort: Grethjens Gasthof
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich